Dortmund ist eine Stadt in Deutschland und liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Mit fast 600.000 Einwohnern ist Dortmund vor Essen die größte Stadt im Ruhrgebiet und liegt an dessen nordöstlicher Grenze.

Dortmund
Alter Markt
Lage

Lage von Dortmund

Dortmund

Dortmund

Kurzdaten
Bevölkerung: 587,624
Fläche: 280,39 km²
Höhe über NN: 76
Koordinaten: 51° 30' 50" N, 7° 27' 55" O
Vorwahlnummer: 0231
Postleitzahl: 44135–44388
Zeitzone: UTC+1
Sommerzeit: UTC+2
Website: offizielle Website von Dortmund
Website: Fremdenverkehrsamt
Im Notfall
Polizei: 110
Feuerwehr: 112
Notarzt: 19292

[bearbeiten] Stadtteile


  • Aplerbeck - Wohnen und Leben im Grünen
  • Brackel - Fünf relativ eigenständige Vororte bilden diesen Stadtbezirk
  • Eving - Altes Industrieviertel, jetzt Wohnstandort mit hohem Erholungswert
  • Hörde - Heterogene Ortsteile mit abwechselnd dichter Bebauung und weiten Freiräumen
  • Hombruch - Wald, Landwirtschaft und ein gepflegtes Wohnumfeld bilden den Dortmunder Süden
  • Huckarde - Große Bevölkerungsdichte auf kleiner Fläche
  • Innenstadt-Nord - Größtes zusammenhängendes Altbaugebiet im Ruhrgebiet
  • Innenstadt-Ost - Attraktive und innenstadtnahe Wohngebiete, hier liegt auch der Westfalenpark
  • Innenstadt-West - Einkaufsstraßen, Freizeitzentren und kulturelle Einrichtungen
  • Lütgendortmund - Geschichtsträchtiges Viertel mit dem Industriemuseum Zeche Zollern
  • Mengede - Der Nordwesten der Stadt
  • Scharnhorst - Sieben unterschiedlichste Vororte bilden diesen Bezirk mit viel Grünflächen

[bearbeiten] Hintergrund


Bereits in der Bronzezeit (ca. 1000 v.Chr.) siedelten die ersten Menschen in dem Gebiet, das heute den Stadtkern von Dortmund bildet. Durch die Stadt führt der Hellweg, nach dem heute noch die Haupteinkaufsstraße benannt ist und der als Hauptverkehrsachse vor allem in spätrömischer Zeit für regen Zustrom an Händlern und Siedlern sorgte. 1907 erregte bei Bauarbeiten ein archäologischer Sensationsfund großes Aufsehen, der heute als Dortmunder Goldschatz bekannt ist und zu den bedeutendsten spätantiken Schatzfunden nördlich der Alpen zählt.
Der Grundstein für die heutige Großstadt wurde im späten 19. Jahrhundert gelegt, als Dortmund der erste Eisenbahnknotenpunkt des zu dieser Zeit in der Entstehung begriffenen Ruhrgebiets wurde und durch seine reichhaltigen Kohlevorkommen im Süden wirtschaftlich gut aufgestellt war. 1871 lebten in Dortmund bereits 45.000 Menschen, und durch einen regelrechten Boom der Industrie wuchs die Stadt rapide an. In diese Zeit fallen auch die Gründungen von Unternehmen wie Hoesch, der Dortmunder Actienbrauerei und der Union-Brauerei, und 1875 öffnete die erste Stadtbibliothek (wenngleich auch nur für Stadtbedienstete) ihre Pforten. Dortmund war zum Eingang in das 20. Jahrhundert zur Stadt des Bieres, des Eisens und der Kohle geworden, die praktisch im gesamten Land bekannt war.
Am 11. August 1899 wurde der Dortmund-Ems-Kanal im Beisein von Kaiser Wilhelm II. feierlich eingeweiht, der weitere Impulse für die Stadt liefern und die Konkurrenzfähigkeit zu anderen Städten wie Bochum oder Essen sicherstellen sollte. 1902 wird Kaiser Wilhem I. auf der Hohensyburg ein prächtiges Denkmal gesetzt, das noch heute ein beliebtes Ausflugsziel ist, und 1904 eröffnete in Dortmund mit dem Kaufhaus Althoff das damals größte Kaufhaus in Westfalen. Um 1913 zählte die Stadt mit 1,7 Millionen Hektolitern jährlicher Bierproduktion zu den größten Bierproduzenten der Welt. Im Auftrag des britischen Parlaments erstellte in den 1950er Jahren der Dortmunder Künstler Benno Elkan eine Menora für die Knesset in Jerusalem.
Das Dortmund von heute ist geprägt von Restrukturierung und Modernisierung. Die drei wesentlichen Säulen, welche die Stadt bislang getragen haben (Bier, Stahl und Kohle), sind fast völlig verschwunden. Eine Arbeitslosenquote von ca. 16% verdeutlicht die Probleme, die der Strukturwandel mit sich bringt. Dennoch ist die Stadt durch die Ansiedlung von High-Tech-Unternehmen und die Ausweisung von Gewerbe- und Industrieparks für die Zukunft gerüstet.

[bearbeiten] Anreise


[bearbeiten] Flugzeug

Dortmund verfügt über einen eigenen Flughafen [1], der nicht weit von der Innenstadt entfernt im Stadtteil Wickede gelegen ist und Verbindungen in viele Länder Europas bietet. Als drittgrößter Verkehrsflughafen in Nordrhein-Westfalen wird im im Jahr von über 2 Millionen Passagieren genutzt. Mit easyJet und Wizz Air wird der Flughafen auch von Billigfliegern angeflogen.

[bearbeiten] Bahn

Der Dortmunder Hauptbahnhof zählt zu den wichtigsten Bahnknotenpunkten in Deutschland. Von dort bestehen direkte Verbindungen zu fast allen größeren Städten in Europa sowie direkte und indirekte Anbindungen zu praktisch jeder Stadt in Deutschland. Der Bahnhof wird in naher Zukunft vollständig umgebaut und modernisiert, um den Anforderungen der heutigen Zeit besser gerecht werden zu können.

[bearbeiten] Bus

Dortmund verfügt, gegenüber dem Hauptbahnhof gelegen, über einen eigenen Busbahnhof für Fernreisebusse. Dort starten und beenden die meisten Reiseunternehmen ihre Touren. Durch die unmittelbare Nähe zur Innenstadt sowie zum Hauptbahnhof ist das weitere Fortkommen normalerweise unproblematisch.

[bearbeiten] Auto

Die Stadt ist mit den Autobahnen A1, A2, A40, A42, A44 und A45 sowie den Bundesstraßen B1, B54 und B236 an das deutsche Straßennetz angebunden und so praktisch aus allen Richtungen gut zu erreichen.

[bearbeiten] Schiff

Der Dortmunder Kanalhafen ist der größte seiner Art in Europa und sichert über den Dortmund-Ems-Kanal die Anbindung der Stadt an den Rhein und die Nordsee. Der Hafen wird vorwiegend als Güterumschlagplatz benutzt. Trotzdem gibt es mehrer Binnenschiffe, die für eine regelmäßige Verbindung zu den Städten Herne, Essen und Oberhause sorgt. In der nähe des historischen Hafenamtes liegen Kneipen, die sich gerade wegen dem künstlichen Strand am Wasser im Sommer großer Beliebtheit erfreuen.

[bearbeiten] Trampen

Im Süden von Dortmund befindet sich eine Raststätte in beiden Richtungen (A1: Hamburg, A2: Berlin, A1: Köln usw.) an der A1. Sie ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

[bearbeiten] Mobilität


Das Fortkommen in der Stadt ist relativ problemlos möglich. Dortmund verfügt über ein verzweigtes U-Bahn-Netz, das momentan weiter ausgebaut wird und insbesondere die Innenstadtnahen Bereiche miteinander verbindet. Die Schienen laufen an den äußeren Bereichen überirdisch weiter, so dass die Untergrund- zur Straßenbahn wird. Doch das Straßenbahn-Netz wird immer weiter zurückgebaut und durch U-Bahnlinien bzw. Busse ersetzt. Auch mit dem PKW ist praktisch jeder Winkel der Stadt zu erreichen, allerdings herrscht in den Wohnvierteln in Innenstadtnähe chronischer Mangel an Parkplätzen. Die Einkaufsnahen Bereiche hingegen sind dank zahlreicher großer Parkhäuser bzw. Tiefgaragen lediglich zu Stoßzeiten überfüllt. Speziell Besucher des BVB-Stadions und der Westfalenhallen sollten allerdings mit dem ÖPNV anreisen.

Eine Besonderheit im ÖPNV von Dortmund ist die H-Bahn.

[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten


  • Westfalenpark, An der Buschmühle 3, 44139 Dortmund, Öffnungszeiten: Jeden Tag von 09:00 - 23:00 Uhr; Ausnahmen bei Veranstaltungen sind möglich. Hinweis: Alle Parkplätze sind gebührenpflichtig. Eintritt: Zwischen 1 und 7 Euro p.P. Der Westfalenpark in Dortmund ist mit seinen 60 Hektar Fläche und dem weithin bekannten, 209 Meter hohen Florian-Turm seit seiner Gründung im Jahr 1890 ein überaus beliebtes und insbesondere an Wochenenden stark besuchtes Freizeitziel für Jung und Alt. In den ausgedehnten Parkanlagen und bei speziellen Führungen (Baum-, Duft- und Rosenführung) lassen sich lange Spaziergänge unternehmen, ohne dass schnell Langeweile aufkommt. Das sich drehende Restaurant an der Turmspitze bietet neben der Möglichkeit zur Stärkung einen herrlichen Ausblick auf die umliegende Gegend und ist daher ebenfalls stets gut besucht. Das im Park gelegene Rosarium stellt mit über 3.800 verschiedenen Rosensorten die drittgrößte Rosensammlung der Welt dar, und bei zahlreichen Open-Air Veranstaltungen dient der Westfalenpark als eindrucksvolle Kulisse.
  • Zeche Zollern II/IV, Grubenweg 5, 44388 Dortmund, Öffnungszeiten: Di-So 10:00-18:00 Uhr, letzter Einlass 17:30 Uhr. Eintritt: Zwischen 1,10 und 5,00 Euro p.P. Die heute als Museum für die Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus genutzte Anlage war einst das Prestigeobjekt der damals größten Bergbaugesellschaft in Deutschland und stellt das erste deutsche technische Baudenkmal von internationaler Bedeutung dar.
  • DASA, Firedrich-Henkel-Weg 1-25, 44149 Dortmund-Dorstfeld, Tel. 0231-9071-2479. Eintritt 3 Euro, Kinder 2 Euro. Deutsche Arbeitsschutzausstellung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Was staubtrocken klingt, ist in Wahrheit ein höchst spannendes (und sehr großes) Museum mit zahlreichen Maschinen und Experimenten aus der Arbeitswelt, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Viele Geräte von der Druckmaschine über Industrieroboter bis zum Elektronenmikroskop können auf Wunsch angeworfen werden und mehrere Mitarbeiter im ganzen Museum warten darauf, sie zu erklären. Dauer: Der Tag geht schnell um.

[bearbeiten] Aktivitäten


[bearbeiten] Einkaufen


In Dortmund lässt es sich hervorragend einkaufen, weshalb es im Ruhrgebiet auch als beliebte Einkaufsstadt gilt. Die Innenstadt wird durch den Westen- und Ostenhellweg (Hellweg = alte Handelsstraße) in 2 Hälften geteilt. Hier sind die bekanntesten Geschäfte zu finden, die in vielen deutschen Großstädten vertreten sind.

Etwas nördlich des Hellwegs findet sich das Brückstraßenviertel mit kleineren, alternativen Geschäften.

[bearbeiten] Küche


Der Kartoffel Lord in der Gerberstraße 1 (Innenstadt) bietet vegetarische und vegane Küche. Spezialität des Hauses ist das "Arabic", lecker und günstig sind auch die Sojaburger. Aber Vorsicht: Es steht zwar "vegetarische Küche" am Eingang, aber auf der Speisekarte tauchen auch Fischgerichte auf.

Das Kleine Café Budapest in der Chemnitzer Straße serviert hervorragende Kuchen und Torten.

[bearbeiten] Ausgehen


Dortmund verfügt über eine sehr gute Kneipen-Kultur und hat mit die höchste Trinkhallen-Dichte im Ruhrgebiet. Des Weiteren befinden sich mit dem Dortmunder Konzerthaus, dem Stadttheater, dem Schauspielhaus (alle im Stadtzentrum) oder dem Theater Olpketal im Süden der Stadt empfehlenswerte Kultureinrichtungen. Eine zufriedenstellende Clubszene hat Dortmund jedoch leider noch nicht zu bieten, zumal auch die Clubs auf dem ehemaligen Thiergelände im Zuge einer Umstrukturierung verschwinden bzw umgesiedelt werden müssen. Für junge Menschen sind noch das Nightrooms oder das Village zu nennen, exklusiver feiert es sich im Justins, wo nach einem BVB-Spiel auch Spieler des Vereins anzutreffen sind. Ansonsten findet man rund um den alten Markt oder entlang der Kleppingstraße Cafés und Bars.

[bearbeiten] Unterkunft


[bearbeiten] Lernen


Dortmund verfügt über eine Universität, eine Fachhochschule, mehrere Berufskollegs und weitere private oder öffentliche Berufs- und Hochschulen. Die Infrastruktur bezüglich Kindergärten und Grund-, Sonder- und Weiterführenden Schulen ist stark ausgeprägt.

[bearbeiten] Arbeiten


[bearbeiten] Sicherheit


In Stadtteilen wie Scharnhorst oder der Nordstadt ist nachts aufgrund der dort präsenten Jugendgangs besondere Vorsicht angeraten.

[bearbeiten] Gesund bleiben


[bearbeiten] Klarkommen


[bearbeiten] Kommunizieren


Natürlich verfügt Dortmund über ein komplettes GPRS-UMTS Handynetz, so dass sie mit Handy oder Laptop ins Internet gehen können. In der Innenstadt gibt es, neben vielen kommerziellen WLAN Hot-Spots, auch einige gratis WLAN Verbindungen. Gerade im Sommer ist es so durchaus möglich mit einem WLAN fähigen Laptop im Internet zu surfen. Neben dieser Möglichkeit zu Kommunikation gibt es, gerade in der Multi-Kulti Nordstadt, zahlreiche Internet Cafés um E-Mails zu checken oder um nach Hause zu telefonieren.

[bearbeiten] Weiter geht's


... in die anderen Städte des Ruhrgebiets, nach Düsseldorf, Köln, in andere Regionen Deutschlands oder auch in die Niederlande.

[bearbeiten] Weblinks


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