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| Lage | |
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| Flagge | |
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| Kurzdaten | |
| Hauptstadt: | Jerusalem |
| Staatsform: | Parlamentarische Republik |
| Währung: | 1 Neuer Israelischer Schekel (ILS) = 100 Agorot |
| Fläche: | 21.056 km² |
| Bevölkerung: | 6,2 Mio |
| Sprachen: | Hebräisch (offiziel), Arabisch offiziell im Gebrauch für Arabische Minderheit, Englisch |
| Religionen: | Juden 80,1 %, Muslime 14,6 % (meistens Sunnitisch), Christen 2,1 % |
| Stromsystem: | 230V/50Hz (Israelischer Stecker) |
| Telefonvorwahl: | +972 |
| Internet TLD: | .il |
| Zeitzone: | UTC +2 |
Der Staat Israel (×ž×“×™× ×ª ישר×ל) ist das einzige nichtmuslimische Land im Nahen Osten. Es liegt an der Ostküste des Mittelmeers und grenzt an Syrien, den Libanon, Ägypten, Jordanien sowie an die Palästinensischen Autonomiegebiete. Im äußersten Süden besitzt es einen Zugang zum Roten Meer.
[bearbeiten] Regionen
[bearbeiten] Städte
Die meisten israelischen Großtädte sowie Industrie- und Tourismuszentren befinden sich im Ballungsraum Tel-Aviv Jaffo. Es gibt jedoch auch im Norden des Landes größere Städte. Im Süden hingegen liegen, bedingt durch die Negev-Wüste nur zwei nennenswerte Städte: Beersheba und Elat. Die wohl wichtigste Stadt Israels ist die "Heilige Stadt" Jerusalem.
Offizielle Hauptstadt Israels ist Jerusalem, was jedoch von einigen Staaten nicht anerkannt wird. Die meisten ausländischen Botschaften befinden sich daher in Tel-Aviv Jaffo, welches auch als Zentrums des Gesellschafts- und Partylebens gilt. Ein wichtiges religiöses Zentrum ist Bnei-Brak, dessen Bewohner ungerne von Touristen "belästigt" werden. Wichtigstes Industriezentrum des Landes ist Haifa. Zfat ist vor allem für Mystik und Kunst bekannt, Beersheba als Zentrum des Wüstenregion und Elat am Roten Meer aufgrund des Tourismus. Weiterhin bekannt ist Nahariya, ein Badeort am Mittelmeer.
[bearbeiten] Weitere Ziele
[bearbeiten] Hintergrund
[bearbeiten] Geschichte
Mit dem Ende des britischen Mandates am 14. Mai 1948 proklamiert Ben Gurion den unabhängigen jüdischen Staat Israel. Der darauf folgende Einmarsch der vier Nachbarstaaten, des Iraks und Saudi-Arabiens konnte in dem bis Juli 1949 dauerndem Unabhängigkeitkrieg abgewehrt werden. Die Existenz Israels wurde besonders von diesen Staaten nicht akzeptiert und es folgten weitere Kriege. Darunter 1967 der Sechstagekrieg und 1973 der Jom-Kippur-Krieg.
Die zunehmenden Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern mündeten 1987 in gewaltätigen Auseinandersetzungen, der Ersten Intifada.
[bearbeiten] Kultur
[bearbeiten] Klima
[bearbeiten] Anreise
Deutsche Staatsbürger, die nach dem 31. Dezember 1927 geboren sind, können ohne Visum nach Israel einreisen. Sie bekommen bei der Einreise automatisch ein dreimonatiges Touristenvisa.
Österreichische Staatsbürger dürfen sich ohne Visum bis zu drei Monate im Land aufhalten. Der Reisepass muss bei der Einreise noch drei Monate gültig sein.
Deutsche, die vor dem 1. Januar 1928 geboren sind, benötigen ein Visum, welches die israelische Botschaft kostenlos und für die Gültigkeitsdauer des Passes ausstellt, sofern dem Antragsteller keine tiefe Verstrickung in den Nationalsozialismus nachgewiesen wurde.
Die Existenz eines israelischen Stempels im Pass führt zur Einreiseverweigerung in einigen arabischen Staaten. Es wird empfohlen, bei späterer Einreise in diese arabischen Länder den israelischen Einreisebeamten zu bitten, den Einreisestempel auf einem separaten Papierstück anbringen zu lassen. Solche Zettel können leicht veroren gehen, und es gibt keine Sicherheit, dass die Beamten einen solchen Zettel stempeln. Daher ist es besser, 2-3 Reisepäse zu haben. Als Grund kann man bei den deutschen Behörden die Einreise nach Israel und nach Marokko angeben. Zu beachten ist, dass bei der Landeinreise nach Israel von Jordanien oder Ägypten aus auch die entsprechenden jordanischen bzw. ägyptischen Stempel im Pass zu Einreiseverweigerungen führen können. Mehrere Reisepässe sind daher dringend zu empfehlen.
[bearbeiten] Flugzeug
Die einfachste Methode der Anreise ist zweifellos das Flugzeug. Israel verfügt über zwei Internationale Flughäfen: den Flughafen Ben Gurion International Airport in Lod bei Tel Aviv und den Eilat-Airport in Eilat - wobei Ben-Gurion der größere ist, im Landesinneren liegt und von den meisten Airlines angeflogen wird. Israel verfügt über die mittlerweile privatisierte Fluggesellschaft El-Al - der Name bedeutet "nach oben" - deren Tochterunternehmen und Charterfluggesellschaft Sun d’Or, sowie die preiswerteren privaten Linien Arkia Airlines und Israir. Die meisten größeren Fluggesellschaften fliegen von vielen Flughäfen der Welt Israel an. Aufgrund der politischen Situation ist es zur Zeit nicht möglich, Israel aus den meisten arabischen Staaten direkt anzufliegen. El-Al ist die einzige Fluggeselschaft mit besonders erhöhten Sicherheitsstandards, die sich an Maßnahemn wie Skymarshals und Luftabwehrraketen sowie der Tatsache, dass alle Piloten ehemalige Militärpiloten sind, zeigen. Weiterhin gibt es dort gute koschere Bordverpflegung. Es sei daran erinert, dass Israel ein jüdisches Land ist. Daher fliegt man auch nicht am Schabbes, der von Freitag Sonenuntergang, bis Samstag Sonnenuntergang dauert.
Bei Flugreisen nach Israel gibt es in der Regel verstärkte Sicherheitsvorkehrungen, so dass es ratsam ist, mind. 3 Stunden vor dem Flug im Flughafen zu sein. Man wird mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Sicherheitsbefragung vor dem Abflug unterzogen sowie das Gepäck gründlich durchsucht. Je nach Abflugland, Airline und Mitarbeiter, kann diese Sicherheitsbefragung in der Landessprache, Hebräisch oder einer anderen Sprache möglich sein, aber immer ist sie in Englisch möglich.
Durch die vielen Sicherheitsvorkehrungen ist ein Flug nach Israel vergleichbar zu Flügen in andere Länder relativ sicher. Immerhin war den Amerikanern El-Al so sicher, dass sie die einzige Fluggesellschaft weltweit waren, die die Erlaubnis hatte, in der Zeit direkt nach dem 11. September 2001 die USA anzufliegen.
Seit der Eröffnung des neuen Ben Gurion-Terminal 3 im November 2004 ist der Flughafen neben Taxi und Auto jetzt auch bequem mit dem Zug erreichbar. Der Airport Shuttle Zug fährt von morgens 3 Uhr bis Mitternacht. Vom Tel-Aviver Hauptbahnhof (Tel Aviv merkaz) gibt es sogar einen Expresszug ohne Zwischenstopps, der die Nacht durchfährt (einmal pro Stunde). Informationen zu Abfahrtstellen gibt es auf der Website der Israel Railways. Fahrscheine sind an den Fahrschein-Automaten vor Ort oder am Ticket-Schalter erhältlich. Die Fahrt vom Flughafen nach Tel Aviv kostet 12 NIS (Stand 05/2007) und dauert zwischen 10 und 20 Minuten.
Das Taxi von Tel Aviv zum Flughafen kostet etwa 120 NIS (Stand 01/2007). Es ist ratsam sich im voraus auf einen Festpreis festzulegen, denn zur Hauptverkehrszeit kommt es regelmäßig zu Staus. Tagsüber kann man auch mit dem Sammeltaxi Schirut sehr günstig nach Tel-Aviv, Bnei-Brak oder Petach Tikwa kommen.
Am Schabbes fährt man nicht mit dem Auto, dem Bus oder dem Zug. Wer trotzdem ein Taxi erwischt, kann fast sicher sein, in ein arabisches einzusteigen.
[bearbeiten] Auto
Es bietet sich die Möglichkeit, mit dem eigenen Fahrzeug von Ägypten oder Jordanien aus einzureisen, zwischen dem Libanon und Israel sowie zwischen Syrien und Israel gibt es keine Grenzübergänge. Von Jordanien aus gibt es zwei Möglichkeiten, die Scheich-Hussein-Brücke (oder Jordan-River-Brücke) im Norden und im Süden der Wadi Araba- bzw. Yitzchak-Rabin-Grenzübergang zwischen Aqaba und Eilat. Der mittlere Übergang (die König-Hussein- oder Allenby-Brücke) zum Westjordanland kann nur zu Fuß überquert werden (außer Diplomatenfahrzeuge). Ohne Fahrzeug ist zu beachten, dass der nördliche Übergang auf israelischer Seite nur schlechte Transportanbindungen (Taxi, Anhalter) hat. Der südliche Übergang ist von Eilat wie von Aqaba aus am besten per Taxi zu erreichen. Von Ägypten aus gelangt man über den Taba-Grenzübergang nach Israel, der Rafa-Grenzübergang führt nach Gaza, es wird jedoch von einer solchen Einreise in den Gaza-Streifen aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Der dritte Übergang ist in Nitzana (bei Beer Sheva). Es ist derzeit nicht möglich mit dem Auto per Fähre nach Israel einzureisen.
[bearbeiten] Mobilität
Nahezu alle öffentlichen Verkehrsmittel verkehren nicht während des Schabbat, also zwischen Freitagabend und Samstagnacht. Man findet aber in jeder größeren Stadt Sammeltaxen (Sheruts), die jeweils die Stadtzentren verbinden, sowie ständig verkehrende aber wesentlich teurere Taxis.
[bearbeiten] Bahn
Die meisten grösseren Städte in Israel können in der Zwischenzeit auch mit der Bahn erreicht werden. Die bereits vorhandenen Strecken sind modern und sind weitgehend sicher. Die Eisenbahnen sind durchweg mit Klimaanlagen ausgestattet, die Tickets sind sehr preiswert. Zwar gibt es selten Verspätungen, aber dennoch sollte mit ihnen gerechnet werden. An jedem Bahnhof ist ein Schild mit dem Bahnhofsnamen in 3 Sprachen angebracht: Hebräisch, Arabisch und Englisch, was das Reisen erleichtert. Leider sind die meisten anderen Aufschriften und Durchsagen nur in Hebräisch, aber man findet immer nette Menschen, die diese ins Englische übersetzen können. Die meisten Bahnhöfe haben nur zwei Gleise: "in Richtung Nord" und "in Richtung Süd", sodass man sich kaum verirren kann.
Gekaufte Tickets gelten bis zu einem beim Kauf vorbestimmten Zielort. Dabei ist das Ticket zum Einlass per Drehkreuz, sowie zum Verlassen des Zielbahnhofes ebenfalls per Drehkreuz notwendig und sollte daher während der Fahrt nicht verloren gehen. Jedoch ist das Ticket wirklich nur für den gewählten Zielbahnhof gültig, ansonsten wird einem das Drehkreuz das Verlassen des Bahnhofes verweigern. Wenn man ein Paar Haltestellen zu weit gefahren ist, kann man jedoch ohne ein weiteres Ticket kaufen zu müssen zurückfahren.
Gewöhnungsbedürftig sind die Sicherheitskontrollen an jedem Bahnhof. Man wird auf Waffen durchsucht und muss manchmal sein Gepäck vorzeigen. Aber diese kleine Unannehmlichkeit macht das Bahnreisen ziemlich sicher.
[bearbeiten] Bus
Der Bus ist, neben dem Auto, das verbreiteste Verkehrsmittel in Israel. Es gibt mehrere staatliche sowie private Busunternehmen, nach Regionen aufgeteilt, denen die fast immer klimatisierten und gut gepflegten Busse gehören. Tickets sind an Bus-Bahnhöfen am Ticketschalter erhältlich oder beim Busfahrer direkt, wenn man an einer Straßen-Busstation einsteigt. Wenn man keine Monatskarte hat bezahlt man beim Fahrer, indem man ihm sein Ziel sagt. Man muss immer vorne einsteigen, und sein Ticket vorzeigen. Man kann sich auch nach 10er Tickets erkundigen (sind billiger und ersparen die Kleingeldsuche) bzw. sollte man mehrmals umsteigen nach einem Tagesticket (gibt es aber nicht in Jerusalem).
Das führende öffentliche Busunternehmen ist Egged. Egged-Busse befahren das ganze Land. Tickets erhält man an jedem Bahnhof am Ticketschalter. Sie können aber auch bequem per Telefon (Bezahlung mit Kreditkarte) bestellt werden. Das ist besonders für längere Strecken wie nach Eilat ratsam, da diese in der Regel im voraus gebucht werden sollten - besonders an Wochenenden, da Eilat ein beliebtes Touristenziel darstellt. Auf der Website von Egged können aktuelle Fahrpläne in Englisch eingesehen werden. Es kann aber ratsam sein, sich bei kleineren Orten an die Telefonauskunft zu wenden, da das englische Such-Tool auf der Website sehr rudimentär ist.
Im Grossraum Tel Aviv betreibt neben Egged auch DAN einen Linienverkehr.
Hinweis: Wenn man an einer größeren Haltestelle oder dem Busbahnhof (Tachanah Merkasit) einsteigt, sollte man mit Kontrollen rechnen. Meistens wird nur ein kurzer Blick in die Tasche geworfen, aber natürlich ist es möglich, dass sie nach Dokumenten fragen oder/und bei Verdacht eine nähere Untersuchung durchführen. Da die Busse ein "leichteres" Ziel für Anschläge sind als andere Verkehrsmittel, sollte man Verständnis für die Sicherheitsmaßnahmen zeigen und mit den Sicherheitsleuten, die meistens sehr höflich auftreten, kooperieren.
Zu beachten ist, dass die Busse am Sabbat (Freitagabend bis Samstagnacht) und an hohen jüdischen Feiertagen nicht verkehren.
[bearbeiten] Auto
Mit dem Auto kommt man in Israel am besten zurecht. Die Strassen sind gut ausgebaut und es gibt die bekannten Mietwagenfirmen in den grösseren Städten. Beim Befahren der autonomen Palästinernsergebiete gilt es sich über die derzeitige Sicherheitssituation zu informieren, da Israel die Grenzen zu jedem Zeitpunkt für mehrere Tage schließen kann. Transportpreise im Westjordanland sind im Vergleich sehr billig, jedoch verkehren die meisten Buslinien unregelmäßig. Vom Befahren des Gazastreifens sollte man aufgrund der derzeitigen Sicherheitslage Abstand nehmen.
[bearbeiten] Sprache
Hauptverkehrssprache ist Hebräisch. Da man aber in Israel in den Schulen Englisch als Zweitsprache lernt, sprechen zumindest die meisten in Israel geborenen Israelis gutes Englisch und man kommt damit im allgemeinen relativ gut zurecht.
Dennoch ist es nicht schlecht einige Worte zu beherrschen:
- Hallo = Schalom (שָ×לוֹ×)
- vielen Dank = Toda raba (תּוֹדָה רַבָּה)
- Bitte = Bevakascha (בְּבַקַּשָּ××”)
- Auf Wiedersehen = Lehitra'ot (לְהִתְרָ×וֹת)
- Entschuldigung = Slicha (סְלִיחָה) (ch wie in Bauch)
- Zentrale Bushaltestelle = Tachana Merkasit (×ªÖ·×—Ö²× Ö¸×” מֵרְכַּזִית)
- Bahnhof = Tachanat Rakevet (×ªÖ·×—Ö²× Ö¸×ª רַכֶּוֶת)
- Klimaanlage = Masgan (מָזְגָן)
- Flughafen= Sde Teufa (זְדֵי תְּעוּפָה)
- Taxi= Monit (×ž×•Ö¹× Ö´×™×ª)
- Sammeltaxi= Monit Scherut (×ž×•Ö¹× Ö´×™×ª שֵ××רוּת)
- Meeresstrand = Hof hajjam (חוֹף)
- o.k. = b'seder (בְּסֶדֶר)
- Wie geht's? = Ma schlom'cha, (מַה שְ×לוֹמְךָ) (männliche Form); Ma schlomäch (מַה שְ×לוֹמֶךְ),
(weibliche Form)
Das weicht dann manchen Israeli schon etwas mehr auf, obwohl es sonst auch ein sehr hilfsbereites Volk ist. Wobei vielleicht anzumerken wäre, dass man sie erst fragen muss.
[bearbeiten] Einkaufen
Jede größere Stadt verfügt über die sehr beliebten Einkaufszentren. Doch in Jerusalem und Tel Aviv lohnt es sich auch bei den Märkten vorbei zu gucken, die häufig viel billiger sind.
[bearbeiten] Tel Aviv:
Shopping-Center: Dizengoff-Center, Azrelli-Center, Ramat-Aviv-Mall
Märkte: Karmel-Markt(Lebensmittel und Kleidung), Flohmarkt in Yafo, Künstlermarkt in der Nahalat Binyamina (dienstags und freitags)
[bearbeiten] Küche
Eine leckere Spezialität ist Falaffel. Dies sind pikante, fritierte Bällchen aus geschroteten Kichererbsen, die zusammen mit kleingehackten Tomaten und Gurken in einer Teigtasche gegessen werden. Diesen Snack findet man in Israel praktisch überall im Straßenverkauf. Interessant für Besucher kann ein Essen in einem koscheren Restaurant sein. Koscher bedeutet, dass Fleisch- und Gerichte, die Milchprodukte enthalten, nie zusammen gegessen werden. Ebenfalls findet die Zubereitung mit getrenntem Küchenzubehör statt, z.B. ein Fleischteller oder -topf darf nie mit milchigem in Berührung kommen. Dies ist religiös begründet. Auch wird Fleisch nicht zusammen mit Fisch vom selben Teller gegessen. Nimmt man z.B. gefillte Fisch (Fischbällchen aus Karpfenfleisch), wird ein anschließendes Fleischgericht auf einem neuen Teller serviert. Vor dem Essen, mindestens aber vor dem Essen von Brot ist es üblich, sich rituell die Hände zu waschen (Natilas ja Daijm), das gleiche gilt nach dem Toilettenbesuch. Dazu gibt es von den Toiletten abgetrennte Waschbecken mit einem Wassertopf, der 2 Griffe hat. Wer nichts vom Judentum weis, der schaut sich das Ritual einfach an, und macht es nach. Nach der Mahlzeit ist es üblich, ein mehr oder minder langes Dankgebet zu sprechen, während man vor dem Essen eine kurze Bracha (Segensspruch) sagt. Das Tischgebet nach einer Mahlzeit mit Brot ist ziemlich lang, und wird, besonders wenn ein Kiddusch (Segen auf Brot und Wein an Schabbes) gemacht wurde sehr ausführlich zelebriert. Das "letzte Abendmahl" der Christen war nichts weiteres als ein Kiddusch, wie es ihn an jedem Schabbes in den Familien und religiösen Einrichtungen gibt. Viele Hotels und Kibbuzim machen Kiddusch für ihre Gäste. Zu Pessach wird von Juden nur ungesäuertes Brot, Mazza gegessen, dies ist staubig und schmeckt ziemlich neutral. Es gibt aber auch Schokomazza, oder Brotauftrich, der koscher schel Pessach ist. An Pessach darf nichts gesäuertes (Chomez) gefunden werden, daher darf man auch nichts Gesäuertes mit sich tragen und damit die Räume verschmutzen. Durch die vielen Kulturen in Israel gibt es eine große kulinarische Vielfalt, z.B. auch arabische Küche. Wer in ein koschers Restaurant geht, sollte in unreligiösen Städten wie Tel-Aviv nach dem Kaschrut-Zertifikat fragen. Meist ist es auch in der Speisekarte abgedruckt, oder es findet sich zumindest ein Hechscher. Diese Frage ist in Bnei-Brak natürlich überflüsig.
[bearbeiten] Ausgehen
Tel Aviv ist die Partyhauptstadt schlechthin. Es gibt viele Bars und Clubs und es ist fast unmöglich den Überblick darüber zu behalten. In den Touristenbüros bekommt man in der Regel eine englische Version von "Time-out", einem Ausgehmagazin für Tel Aviv. Bars befinden sich viele in der Allenbystreet, an der Strandpromenade, Lilienblum und Nahalat Binyamina. Aber natürlich gibt es noch viele mehr. Clubs befinden sich viele im Florentin, am alten Hafen und im Harekevet-Viertel. Zu beachten ist dabei, dass die meisten erst ab Mitternacht aufmachen. Danach geht es aber die ganze Nacht durch.
Ansonsten gehen Israelis auch gerne in die vielen Cafés (Ibn Gvirol, Sheikin-Street, Rothschild Boulevard, etc.). Wer mobil ist, kann sich auch nach einer Kibbutzdisko erkundigen. Die Hauptausgehtage sind natürlich Donnerstag- und Samstagnacht, doch in Tel Aviv kann man an allen Tagen ausgehen.
[bearbeiten] Unterkunft
[bearbeiten] Lernen
[bearbeiten] Arbeiten
[bearbeiten] Feiertage
Da die jüdischen Feiertage nach dem jüdischen Kalender gefeiert werden ist es schwierig eine Entsprechung im gregorianischen Kalender zu finden. Was man jedoch unbedingt beachten sollte, ist der jüdische Feiertag "Schabbat". Er fängt jeden Freitag nach dem Sonnenuntergang und endet am Samstag auch mit dem Sonnenuntergang. In vielen Teilen Israels fahren am Schabbat keine öffentlichen Verkehrsmittel, die El-Al fliegt nicht und viele Straßen, besonders in Jerusalem und anderen Städten und Stadtgebieten mit vorwiegend religiöser Bevölkerung (z.B. Bnei-Brak) sind für den Verkehr gesperrt. Man sollte aufpassen die Schabbatruhe nicht zu stören, indem man draußen laut Musik hört, unnötig durch religiöse Bezirke mit dem Auto fährt usw. Ganz besonders sollte man aufpassen, da es am Schabbat nach manchen religiösen Meinungen als Schabbatbrechen angesehen werden kann, wenn man fotografiert oder gefilmt wird. Die jüdische Religion verlangt dagegen von den Nicht-Juden nicht, den Schabbat zu halten. Aber Sie sollten trotzdem Rücksicht haben.
| Termin | Name | Bedeutung |
| 14. Mai | Unabhängigkeitstag (jom Ha'Atzma'ut) | Der Unabhängigkeitstag des Staates Israel |
Einen guten jüdischen Kalender gibts bei chabad.org: Jüdischer Kalender mit Feiertagen und aktueller Tora-Stelle Ein Synagogenbesuch in Israel ist auch Nicht-Juden anzuraten, wenn sie sich vorher etwas vorbereiten und sich diszipliniert und respektvoll benehmen und kleiden.
[bearbeiten] Sicherheit
| Die Lage in der Nähe des Gaza-Streifens ist derzeit besonders angespannt. Es kommt zu regelmäßigem Beschuss israelischer Städte in der Grenzregion durch Qassamraketen, der in letzter Zeit noch einmal deutlich zugenommen hat. Neben der grenznahen Stadt Sderot ist davon zunehmend die ca. 12 km vom Gaza-Streifen entfernte israelische Stadt Ashkelon betroffen. Israel verstärkt seine militärischen Operationen im Gaza-Streifen. Von Reisen in Gebiete in der Nähe des Gaza-Streifens wird daher dringend abgeraten. |
Messer gelten als Waffen, und hier kann es Probleme mit den Sicherheitsbehörden geben. Jedoch ist es gut, ein festes Orangenmesser in der Hosentasche und eine Orange im Rucksack mitzuführen, denn hier ist die friedliche Absicht bei jeder Taschenkontrolle (Tasche heißt Tik) offensichtlich. Taschenkontrollen gibt es an großen Zentral-Omnibusbahnhöfen (Tachana Merkasit) und Einkaufszentren. Der Besuch der arabischen Quartiere in Jerusalem, sowie der arabischen Siedlungen in den Gebieten ist mit keinen außergewöhnlichen Gefahren (evtl. Taschendiebstahl) verbunden. Besonders sicherheitsbewusste Tourisen können die Patriachengräber in den arabischen Gebieten mit speziellen gepanzerten Bussen mit Armeebegleitung besuchen. Hierfür wird z.B. an der Bushaltestelle nahe der Kotel von verschiedenen Reisebusunternehmen geworben.
KOTEL (Westmauer des 2. Tempels)
Dresscode: Mäner mit Kipa oder Mütze / Hut und langen Hosen, Frauen mit Rock über die Knie, Oberbekleidung geschlossen, Kopfbedeckung, falls verheiratet. Es gibt eine Mechiza (Trennwand) sodass Frauen in den Frauenteil und Männer in den Männerteil gehen. Wer nicht mag, das Chabad einem das Legen von Tfilin aufnötigt, sollte mit einer schwarzen Kipa kommen, und einen religiösen Eindruck machen, und notfalls darauf verweisen, das man die Mizwa schon gemacht hat. Aber die Leute von chabad sind sehr nett und haben wirklich schöne Tfilin. An der Kotel gibt es viele Schnorrer, die um Zedaka bitten, hier sollte man maximal einem etwas geben.
[bearbeiten] Gesund bleiben
Das israelische Gesundheitssystem ist sehr gut. Sollte man doch einmal krank werden, kann man sich einfach bei Einheimischen nach einem Arzt erkundigen. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit, dass man bei der Deutschen Botschaft anfragt, die über eine Liste von deutschsprachigen Ärzten verfügt. Natürlich ist es ratsam sich vorher eine Auslandskrankenversicherung zuzulegen, denn als Person ohne israelische Krankenversicherung muss man die Behandlung umgehend bezahlen.
Man kann auch immer in die Notfallaufnahme der Krankenhäuser (Krankenhaus = bait cholim) gehen, wobei dort viele Einwanderer aus Russland arbeiten, deren Englisch teilweise bescheiden ist.
[bearbeiten] Respekt
Harediche Gegenden
Im Quartier Mea-Schearim (Jerusalem), Bnei-Brak und Baitar Ilit leben haredische, also streng orthodoxe Juden. Wer in religiöse, haredische Viertel geht, muß sich mit Bescheidenheit kleiden und benehmen. Schwarzer Anzug, weisses Hemd, Kopfbedeckung, am besten einen klassischen Hut, für den Herrn. Für die Dame geschlossene Oberbekleidung bis über die Ellenbogen und einen Rock bis über die Knie in unauffälligen gedeckten Farben, sowie einen Putz falls sie verheiratet ist. Am Schabbes fährt man nicht mit Fahrzeugen, benutzt keinen elektrischen Geräte und trägt Dinge nur innerhalb des Eruv (abgetrenntes Gebiet, in dem man durch eine spezielle halachische Regelung am Schabbes tragen darf).
Yeschiva und Synagoge
Eine Yeshiva (jüdische Religionsschule) sollte nur Betreten, wer Jude ist, oder zumindest die Grundlagen der jüdischen Religion kennt. Wer eine Synagoge besuchen will, sollte sich eine große aussuchen, damit man weniger auffällt, wenn man Fehler macht. Auf keinen Fall sollen Nichtjuden das freundliche Angebot, das Gästen oftmals in kleinen Synagogen gemacht wird, zur Tora aufgerufen zu werden, annehmen. Man sagt: Tut mir leid, ich bin kein Jude (Slicha, ani lo Jehudi). Ebenso, wenn man nach dem Namen gefragt wird, und das Wort "Ben"="Sohn des" fällt, denn das ist fast immer mit einem Aufruf zu einer religiösen Handlung in der Öffentlichkeit (z.B. Tora ausheben, Tora hochheben und zusammenrollen, beim Kiddusch vorbeten etc.) verbunden. Die Blamage ist riesengroß für beide Seiten, wenn der Aufgerufene kein Jude ist, und mit den halachisch genau geregelten Bräuchen nicht vertraut ist.
[bearbeiten] Kommunizieren
[bearbeiten] Weblinks
- Länder- und Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes
- Reiseinformationen des österreichischen Aussenministeriums
- Botschaft des Staates Israels
- Israel Airports Authority mit Informationen zu Grenzübergängen
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